Freitag, 21. April 2017

Trauer richtig ausdrücken

Obwohl es uns allen bekannt ist und wir wissen, dass nach dem Leben der Tod auf jeden von uns wartet, ist der Tod immer ein schmerzhaftes Gefühl. Kaum jemand kann sich vor dem Gefühl des Verlustes verschließen. Vielen Menschen fällt es unglaublich schwer das Gefühl der Trauer richtig in Worte zu fassen und auszudrücken. Schnell kommt es vor, dass man Angst hat etwas falsch zu machen oder jemanden mit seinen Worten zu verletzen. Man möchte nicht, dass die ausgedrückte Anteilnahme unecht wirkt und die Hinterbliebenen verletzt. Dabei kann mit einer richtigen Trauerkarte vieles leichter fallen. Denn oftmals steht mehr als nur ein einfacher Trauerspruch auf der Karte. Aus einer großen Auswahl an Trauerkarten und inserierenden Sprüchen können Sie eine ganz individuelle und persönliche Trauerkarte erstellen. Sie finden hier zu den Trauersprüchen von trauerkarten-druck.com. Dort können Sie aus einer großen Auswahl an Trauersprüchen den richtigen wählen oder sich einfach Anregungen holen. 
Die passende Trauerkarte finden
Wenn Sie eine persönliche Trauerkarte erstellen möchten, sollten Sie einige Aspekte bedenken und mit Bedacht vorgehen. Es empfiehlt sich immer wieder auf schlichte Farben zurück zu greifen. Immerhin handelt es sich um ein trauriges Ereignis. Intensive oder Bunte Farben versprühen eher den Eindruck eines freudigen Ereignisses. Wenn es sich bei der verstorbenen Person um eine religiöse Persönlichkeit handelt, können Sie sehr gut religiöse Zitate einbauen. Wenn Sie ein Bild hinzufügen, z.B. von einer brennenden Kerze, der Jungfrau Maria oder ein schönes Bild der verstorbenen Person, verschönern Sie die Kare sehr. Auch sollte die Art und Weise des Todes berücksichtigt werden. Ein Tod, der plötzlich durch einen Unfall oder eine Krankheit eingetreten ist, sollte mit anderen Worten gewürdigt werden als der Tod einer alten Person, die Ihr Leben gelebt hat. Passende Worte gilt es hier zu finden und zu Papier zu bringen. 
Mit einer Trauerkarte können Sie den Hinterbliebenen optimal Ihr Mitgefühl ausdrücken und Hilfe in  dieser schwierigen Zeit ausdrücken, ohne dabei zu aufdringlich zu werden. 
Da Trauerkarten meistens noch lange nach der Beerdigung aufbewahrt werden, sollte die Qualität der Trauerkarte tadellos sein. Trauerkarten finden nämlich häufig Ihren Platz auf der Kommode oder dem Regal der Anteilsnehmer. Einige bewahren die Todeskarten sogar Ihr Leben lang auf. Aus diesem Grund ist es wichtig eine gute Qualität bei der Trauerkarte zu wählen. 

Durch schöne und individuelle Trauerkarten können Sie die verstorbene Person in Erinnerung halten sowie Kraft und Trost in einer schweren Zeit spenden.
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Freitag, 24. März 2017

Begegnung mit ungewöhnlichen Menschen

Mit seinem neuen Roman zeigt sich David Jonathan wandlungsfähig. Der Hamburger Schriftsteller, der zuletzt mit dem Thriller „Machtfaktor“ auf sich aufmerksam machte, legt mit seiner geographischen und gedanklichen Rundtour Die unerwartete Reise zu meiner neuen Schwester ein eher ruhiges Buch vor. Spannung bietet das Miteinander seiner Protagonisten und die Begegnungen mit ungewöhnlichen Menschen.
Ein paar spontane Videos verschaffen drei jungen Männern bis dahin ungeahnte Möglichkeiten, als ihre Filme auf YouTube tausendfach angeschaut werden. Nach ihrem Abitur machen sie sich deshalb auf eine Reise quer durch Europa. Überall entstehen neue Videos. Doch was als Spaß beginnt, wird zu einem Abenteuer, denn einer der drei sucht nach einer Frau, die ihn mit einem Kommentar berührt.
Ihre Suche führt sie von einer portugiesischen Bar in die Wüste der spanischen Sierra Nevada und weiter zu einer Wasseruhr in Rom. Sie begegnen unter anderem einem modernen Höhlenmenschen und Maler, einer schwedischen Astronomin und einem italienischen Glückssucher. Doch bringt sie das alles der gesuchten Frau näher?
Der Roman von David Jonathan nimmt seine Leser mit auf eine ungewöhnliche Reise, die nicht nur das Leben der drei jungen Männer nachhaltig beeinflusst. Er deckt immer wieder unsichtbare Linien auf, die alle Menschen miteinander verbinden und die erst offensichtlich werden, wenn sie unwissentlich und zufällig gezogen sind. Allmählich setzt sich daraus ein Bild zusammen, das seine Betrachter immer wieder überrascht.
David Jonathan lebt und arbeitet in Hamburg. Das Erzählen über Menschen zeichnet David Jonathan aus. Er ist ein interessierter Beobachter, der die Welt mit großer Neugier betrachtet. Auf vielen Reisen sammelte er vor allem Eindrücke von Menschen, die in seine Bücher einfließen.

Die Romane von David Jonathan sind Momentaufnahmen der Gesellschaft. Hier prallen Menschen mit ihren Wünschen und Hoffnungen, ihren Sorgen und Ängsten aufeinander - und hier müssen sie sich in einer Welt behaupten, die allzu oft eigene Interessen verfolgt. In diesen Spannungsfeldern findet David Jonathan seine Geschichten und seine Protagonisten. Denn: "Wer das Leben beschreibt, darf kein Wort davon tilgen." 

Samstag, 18. März 2017

Die unerwartete Reise zu meiner neuen Schwester

Soeben ist mein neuer Roman erschienen: Die unerwartete Reise zu meiner neuen Schwester. Ich habe rund ein Jahr daran gearbeitet. Jetzt bin ich genauso nervös und neugierig, wie die Leserinnen und Leser das Buch aufnehmen werden.
Worum geht es? Ich nehme meine Leser mit auf eine ungewöhnliche Reise, die gleichermaßen eine geographische und gedankliche Rundtour ist und nicht nur das Leben von drei jungen Männern nachhaltig beeinflusst, die quer durch Europa reisen. Was als Spaß beginnt, wird zu einem Abenteuer, denn einer der drei sucht nach einer Frau, die ihn mit einem Kommentar berührt.
Ihre Suche führt sie von einer portugiesischen Bar in die Wüste der spanischen Sierra Nevada und weiter zu einer Wasseruhr in Rom. Sie begegnen unter anderem einem modernen Höhlenmenschen und Maler, einer schwedischen Astronomin und einem italienischen Glückssucher. Doch bringt sie das alles der gesuchten Frau näher?
Wie immer in meinen Büchern ist mir das Zusammenspiel der Menschen, sind mir ihre Träume und Wünsche wichtig. Einige Freunde, die den Roman bereits vorab gelesen haben, behaupten, es stecke viel von mir selbst in diesem Buch. Ich weiß nicht, ob das stimmt - aber auch für mich war dieser Roman eine Reise. Und sie endet erst, wenn Sie, meine lieben Leserinnen und Leser, es als gut befinden. Ich freue mich deshalb über jede Rückmeldung von Ihnen. Schnuppern Sie jetzt einfach in Die unerwartete Reise zu meiner neuen Schwester hinein.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Bücher neu entdecken - das Indie-Lese-Festival

Heutet startet das Indie-Lese-Festival bei Amazon. Den ganzen Februar über werden Bücher von Indie-Autoren zu stark reduzierten Preise vorgestellt. Die große Chance für alle Leser, neue Autoren zu entdecken.
Mein Roman Machtfaktor ist gleich in der ersten Woche vom 1. bis zum 8. Februar mit dabei und kostet als eBook statt € 3,99 nur noch € 1,19. Die Aktion startet und endet jeweils ab 12:00 Uhr. Ich freue mich natürlich über jede Menge Rückmeldungen von neuen und alten Lesern meiner Bücher.

Montag, 23. Januar 2017

Drucke dir deine eigenen Lieblinge auf Leinwand

Mittlerweile gibt es einige Möglichkeiten, um seine Liebsten einfach bei sich zu haben. Die unterschiedlichen Fotogeschenke kann daher jeder nutzen, um nicht nur schöne Geschenke zu gestalten, sondern gleichzeitig auch Andenken an die Liebsten haben. Dementsprechend kann man die eigenen Fotos auf unterschiedliche Produkte drucken und somit ein individuelles Geschenk schaffen. Ob nun klassische Fotokalender oder aber auch verschiedene Tassen oder andere Utensilien. Mittlerweile gibt es auch in dem Bereich eine Reihe an besonders interessanten Produkten und Fotogeschenken, mit denen man jedem eine Freude machen wird. Daher kann man sich bereits im Internet weiter informieren und genau schauen, welche Produkte dort angeboten werden. Gleichzeitig wird einem dort sogar das Preis – Leistungsverhältnis mit aufgelistet, so dass man genau in Erfahrung bringen kann, welche Fotogeschenke dort zu guten Preisen erhältlich sind. 

Vorteile durch die Gestaltung der Fotogeschenke 

Man kann sich daher direkt ein Bild machen, welche Fotogeschenke man gestalten kann. Somit kann jeder der eigenen Kreativität freien Lauf lassen und schauen, welche Geschenkideen es gibt. Von Tassen bis Kalender und vor allem auch spannende Fotobücher kann man in dem Bereich einige Vorteile erleben. Meistens sind die Preise dahingehend nicht sonderlich teuer. Schon unter zehn Euro kann man dementsprechende in passendes Fotogeschenk finden und direkt online gestalten. Meistens braucht man nur noch auf die Webseite gehen und kann dann die gewünschten Fotos hochladen. Danach kann man diese weiterhin bearbeiten und gestalten, damit das Geschenk genauso wird, wie man es sich vorstellt.

Direkte Bearbeitung innerhalb weniger Tage 

Innerhalb von wenigen Tagen, nachdem man das Fotogeschenk gestaltet hat, wird dieses auch bearbeitet und gedruckt. Je nachdem, worauf man das jeweilige Foto drucken möchte, stehen einem dort verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Man sollte daher gezielt schauen, wie lange die Bearbeitungszeit und auch die Lieferung dauert. Danach kann man schließlich planen, ob es sich in dem Fall um ein Geschenk handelt oder aber auch einfach nur um eine Kleinigkeit, um die Liebsten einfach nur bei einem schönen Geschenk zu haben. Man kann dahingehend immer schauen, wie man seine Kreativität mit einbringen kann und welche weiteren Vorteile dahingehend angeboten werden. Fakt ist einfach, dass man heute schon viele interessante Fotogeschenke gestalten kann, die man danach auch Schritt für Schritt selbst bestimmt. Schnell wird daher klar, dass auch die individuellen Geschenkideen einfach nur klasse sind und man mit diesen die besten Momente im Leben festhalten kann. Ob mit der Familie oder aber auch dem Partner oder Freunden – Fotogeschenke sind immer schön.

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Samstag, 24. Dezember 2016

Allen ein frohes Fest

Allen meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Vielen Dank für die Treue beim Wiederkehren, für Kommentare, für das Teilen und jede Menge Anregungen.
Ich freue mich auf neue Posts im nächsten Jahr und hoffe, dass dann alle wieder mit dabei sein werden.

Herzliche Grüße von

David Jonathan

Montag, 12. Dezember 2016

Kurze Texte für Freunde schreiben

Um anderen Menschen eine Freude zu machen, kann man ihnen einen kurzen Text schreiben. Es ist einfach eine kleine Aufmerksamkeit für Menschen, die einem am Herzen liegen. Gerade zu Feierlichkeiten, wie einem Geburtstag oder einer Hochzeit bietet es sich an jemanden mit netten Worten zu beschenken. Beispielsweise könnte man ihnen eine Karte schreiben, mit einer liebevollen Nachricht. Aber auch, wenn man selber feiert, kann man seine Gäste mit einem stilvollen Text auf der Einladungskarte zu sich einladen. Gestalten lassen sich die Karten ganz einfach online auf karten-Paradies.de. Dabei kann man auch Bilder mit in die Karte integrieren. Ein entscheidender Vorteil von Bildern ist es, dass sie viel schneller verarbeitet werden als Texte. Aus diesem Grund hilft ein passendes Bild sehr gut bei der erfolgreichen Übermittlung von Informationen.

Weniger ist mehr

Im Allgemeinen sollte ein Text eher kurz gehalten sein. Versuchen Sie mit möglichst wenig Worten Ihre Botschaft zu übermitteln. Je mehr man schreibt desto schwieriger wird es für den Leser die Kernbotschaft zu erfassen. Viele neigen auch dazu, sehr komplizierte und lange, verschachtelte Sätze zu schreiben. Am Ende des Satzes hat man dann schon wieder den Anfang vergessen und damit wird der Text eher schwer verständlich. Allerdings erhält ein Text auch einen Rhythmus, wenn sich kurze und etwas längere Sätze abwechseln. Es sollten eben nur nicht zu lange Sätze sein und mehr kürzere als lange Sätze vorhanden sein.
Genau wie bei den Sätzen kann man auch eher kürzere Wörter benutzen. Ein Beispiel wäre Technik anstatt von Technologie zu verwenden. Beide Wörter haben eine ähnliche Bedeutung, aber haben eine unterschiedliche Silbenanzahl. Des Weiteren sollte man keine Fremdwörter verwenden. Es sei denn man weiß, dass der Empfänger das Wort versteht. Lieber sollte man auf einfach verständliche Wörter setzen.

Für wen ist der Text?

Je nach dem für wen man einen Text schreibt, kann man verschiedene Schwerpunkte setzten. Beispielsweise kann ein Text für die Großmutter ein wenig stilvoller sein, wohingegen bei Jüngeren ein eher umgangssprachlich verfasster Text mit einfachen Wörtern besser ankommt. Weiß man, dass der Empfänger einen ähnlichen Humor wie man selbst hat, kann man auch einen lustigen Spruch einbringen. Das lockert den gesamten Text ein wenig auf und bereitet dem Empfänger umso mehr Freude.
Egal an wen man schreibt, in jedem Fall macht eine persönliche Ansprache ein Text viel attraktiver. Durch die direkte Ansprache fühlt man sich als Leser mehr angesprochen. Ebenso sollte man unter den Text seinen Namen schreiben bzw. selbst unterschreiben. Damit der Empfänger auch weiß von wem der Text stammt.


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Sonntag, 27. November 2016

Kunst muss wieder Neuland betreten

WerbeFabrik / Pixabay
Das Problem der Gegenwart ist, dass sie sich erst vollständig als Vergangenheit offenbart. Mit anderen Wort: Über die Geschichte haben wir einen Überblick, nicht aber über unser eigenes Leben. Wir erinnern uns leider nicht an die Zukunft - obwohl einige Wissenschaftler behaupten, dies sei physikalisch möglich. Jeder neue Tag ist ein Geheimnis, das wir erst nach 24 Stunden vollständig gelüftet haben. Natürlich können wir einiges vorhersagen, wissen im Groben, was uns erwartet. Doch wie alle Fäden unseres Lebens und in der meschlichen Gesellschaft zusammenlaufen, entzieht sich weitgehend unserer Kenntnis - genauso wie die Antwort auf die große Frage nach dem Universum, dem Sinn des Lebens und dem ganze Rest. Auch wenn sich hartnäckig das Gerücht hält, sie laute „42“ und wir hätten nur noch nicht die richtige Frage gestellt.
Wie auch immer: Wir stochern herum in unserer Gegenwart und hoffen das Beste. Wenn das so ist, können wir auch groß denken, können auf den Putz hauen und sehen, was passiert. Nur unser Sicherheitsdenken spricht dagegen, die bloße Tatsache dass wir uns in unserer Haut und unserem Leben wohlfühlen wollen. Bleibt die Frage: Weshalb fühlen wir uns nicht besonders wohl wenn wir etwas bewegen und die Grenzen unserer Gegenwart aufbrechen?

Zeit des gesellschaftlichen Mittelmaßes

Wer könnte das besser als Künstler? Doch die Gegenwartsliteratur ist größtenteils angepasst und langweilig. Heutzutage geht es nicht um Gesellschaftskritik und revolutionäre Konzepte, sondern darum, den Mainstream Geschmack der Leser zu treffen. Die Währung für Schriftsteller ist nicht die Idee, sondern es sind die Downloadzahlen ihrer Bücher. Kunst ist heute mehr denn je zum Geschäft geworden, dem sich neue Ansätze unterordnen.
Warum ist das so? Weil inzwischen so gut wie jeder veröffentlichen kann. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Qualität der Werke, denn wie wir aus der Statistik wissen, heben sich die Spitzen (also besonders gut und besonders schlecht) gegenseitig auf und es bleibt das Mittelmaß. Durch die Veränderungen in der Medienwelt geht das Korrektiv der Verlage immer mehr verloren. Unser Jahrhundert könnte als die Zeit des gesellschaftlichen Wohlstandes und Mittelmaßes in die Geschichte eingehen. Aber das ist natürlich nur eine in die Zukunft gerichtete Vermutung.

Gefragt sind Originalität und Experimente

Natürlich profitiere auch ich von all den neuen Möglichkeiten des Selfpublishings. Es ist wunderbar, ohne jede Beschränkung schreiben und veröffentlichen zu können. Doch daraus ergibt sich auch eine große Verantwortung für jeden Künstler. Die Verantwortung, seine literarische Qualität immer wieder in Frage zu stellen und sich mit jedem neuen Buch weiterzuentwickeln. Leider machen viele Autoren eher den Eindruck, nach einer Nische zu suchen, in der sie möglichst viele Bücher unabhängig von einem ernsthaften Anspruch verkaufen können. Mittlerweile konnte ich viele Schreiber beobachten, die ambitioniert angefangen haben, jetzt aber nur noch „Groschenheft“-Niveau produzieren. Denn sowohl von den einschlägigen Plattformen, als auch von den Lesern werden Massenproduktion und Konformität belohnt. Originalität und Experimente dagegen werden oft durch Missachtung abgestraft.
Ich halte dies für eine gefährlich Entwicklung. Kunst braucht Raum für ungewöhnliche Ideen und Grenzüberschreitungen. Doch in unserer Gesellschaft ist dieser Raum derzeit kaum vorhanden. Es fehlt an Neugier und Waghalsigkeit. Übrigens nicht nur in Kunst und Kultur, sondern nach meiner Beobachtung überall in der Gesellschaft. Doch sollten Künstler besonders prädestiniert sein, voranzugehen und als Avantgarde neue Ideen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir brauchen neue Ansätze, wir brauchen eine neue Kunst. Umso mehr, als augenblicklich vollkommen neue gesellschaftliche Aufgaben vor uns liegen, die wir nicht mit den alten Lösungsansätzen bewältigen werden.
Die Kunst muss wieder voranschreiten, sie muss Neuland betreten und alle dafür begeistern.

Sonntag, 13. November 2016

Zwischen Menschlichkeit und Ausgrenzung

dweedon1 / Pixabay
Wenn wir in diesen Tagen verständnislos auf die Vereinigten Staaten und ihr Wahlergebnis schauen, sind wir ignorant und selbstgerecht. Warum? Nicht, wie so viele meinen, wegen der menschenverachtenden Vergangenheit unseres Landes. Wir müssen nicht zurückschauen, es genügt, wenn wir uns selbst betrachten. Hat nicht jeder einen peinlichen Onkel, Vater, Cousin oder ähnlichen Verwandten, mit denen sie regelmäßig zusammentreffen? Beugen sich nicht viele in ihren eigenen Familien nahestehenden Menschen, von denen sie wissen, sie machen Schwierigkeiten, wenn sie nicht ihren Willen bekommen?
Ich bin Schriftsteller, kein Politiker. Deshalb schaue ich nicht auf sogenannte „Führer“, sondern auf die Menschen, denen ich tagtäglich begegne. Schon lange spüre ich dabei einen Rückzug vieler auf sich selbst, auf Werte, die Halt geben sollen und auf Familie. Es ist eine Suche nach etwas, das in der heutigen Zeit noch Bedeutung hat. Sie finden in der Gesellschaft keine Gemeinsamkeiten mehr, keinen Weg mit anderen, obwohl sie sich danach sehnen. Die Menschen beginnen wieder, populistischen Meinungsführern zu vertrauen - auch innerhalb ihrer sozialen Gruppen, wie zum Beispiel Familie und Freundeskreis. Es ist die passive Masse, die Führung im Privaten und in einem Gebilde wie dem Staat sucht.

Ein Blick in unsere persönliche Umgebung

Wir stehen gesellschaftlich wieder einmal an der Schwelle zwischen Menschlichkeit und Ausgrenzung, zwischen Freiheit und Gruppenzwang. Die Gesellschaft, wie wir sie seit Jahrzehnten kennen, stößt an ihre Grenze. Wir müssen uns entscheiden. Nichts anderes zeigt die Wahl in den Vereinigten Staaten. Die Bürger dort haben sich entschieden und sie vertrauen den einfachen Worten und Lösungen, die sie vermeintlich am wenigsten selbst betreffen. Letztlich haben sie für sich und gegen andere Menschen gestimmt.
Ich glaube nicht an einen solchen Weg. Ein Blick in unsere persönlich nächste Umgebung hilft auch hier, Klarheit zu gewinnen: Überall, wo Menschen ausgegrenzt oder in Verhaltensmuster gezwängt werden, entsteht Unfrieden. Familien, Vereine und Gruppen brechen über solches Verhalten auseinander. Jeder kennt vermutlich entsprechende Beispiele.

Nicht ein Wahltag zählt, sondern das eigene Verhalten an jedem Tag

Was wir also vor allem von der Wahl in den Vereinigten Staaten lernen können ist, in unserer eigenen kleinen Welt genauer hinzuschauen. Die Schwierigkeiten, die wir hier sehen, sind meist symptomatisch für das ganze Land. Setzen wir bei uns selbst, in unseren Familien und privaten Gruppen an, die Stimmung zu verändern, sprechen wir mit Freunden und Bekannten, von denen wir wissen, dass sie sich in ihrem Denken allmählich radikalisieren, schauen wir diesmal nicht weg, wenn Menschen neben uns aufgrund der Stimmung in unserem Land Schwierigkeiten haben.
Wir sollten nicht vergessen: Es ist die Verantwortung jedes Einzelnen, ob auch bei uns einfache Worte und populistische Lösungen in Zukunft eine Chance haben werden. Nicht nur an einem Wahltag, sondern bei jeder Handlung und in jedem Gespräch, angefangen in der eigenen Familie. Denn was wir dort akzeptieren und tolerieren, sind wir oft auch bereit, gesellschaftlich hinzunehmen oder sogar zu unterstützen.

Samstag, 29. Oktober 2016

Humor - in Worten eingefangen und konserviert


Alexas_Fotos / Pixabay
Geben Sie ein Buch weiter, bei dem Sie in einigen Teilen herzhaft gelacht haben. Sehr wahrscheinlich werden Sie feststellen, dass ein anderer gerade diese Stellen nicht besonders lustig findet. Humor ist individuell und nur schwer übertragbar. Selbst wenn Menschen über dieselben Dinge lachen, haben sie dafür zumeist unterschiedliche Gründe. Deshalb ist es für Schriftsteller besonders schwer, Humor in ihre Bücher zu integrieren, der ihre Leser anspricht.
Umgekehrt bin ich verwundert, welche Passagen Leser in meinen Büchern lustig finden. Aber da Humor häufig überraschend funktioniert, kann ich bei meinen eigenen Texten sowieso nur schwer beurteilen, ob manche Stellen lustig sind, weil mich natürlich nur wenig überrascht. Doch muss ich zugeben, dass ich manchmal beim Schreiben lachen muss, dann vor allem, wenn ich mir Szenen bildlich vorstelle und ihren Ablauf konstruiere. Ich hoffe immer, dass ich den Humor mit meinem Worten für die Leser einfangen und konservieren kann.

Manchmal gelingt es mir tatsächlich, bewusst humorvoll zu Schreiben


Es gibt keine Regeln für das Schreiben lustiger Texte. Jedenfalls sind mir keine bekannt, die wirklich funktionieren. Sicher, Zeitverzögerung führt gegebenenfalls zu lustigen Situationen, vor allem, wenn die Leser bereits mehr wissen oder ahnen, als die Protagonisten. Oder im Gegenteil Überraschungseffekte, die allerdings auch zu Spannung und Aufregung beitragen können. Absurde oder überzogene Situationen können ebenfalls lustig sein.
Doch ganz ehrlich, es gibt nur einen einzigen guten Rat zum Schreiben humoristischer Situationen: Lasst es einfach geschehen. Jede gute Geschichte beinhaltet zwangsläufig auch lustige Wendungen. Kein Autor sollte versuchen, sie auf Gedeih und Verderb lustig oder noch lustiger schreiben zu wollen. Beschreibt einfach - und wenn es eine wirklich lustige Situation ist, wird eine humoristische Beschreibung gelingen, ansonsten nicht.
Ich jedenfalls lasse mich gerne vom eigenen Schreiben überraschen und bin immer wieder gespannt, an welchen Stellen meine Leser lachen und verfolge neugierig, ob es vielleicht sogar einen gewissen Trend gibt. So lerne ich immer besser, mit Humor umzugehen und manchmal gelingt es mir mit diesem Wissen tatsächlich, bewusst lustig zu Schreiben - und zwar so, dass es funktioniert ;-))

Freitag, 7. Oktober 2016

Die Schlüssel der Kunst


Daniel Krieg / 500px
Künstler entfliehen der Welt, indem sie beschreiben und ziehen ihr Publikum mit sich. Denn die Welt, wie wir sie alltäglich erleben, schränkt uns ein. Wir wollen ausbrechen und suchen die Weite. Der Künstler ohne Netz und doppelten Boden, sein Publikum meist aus sicherer Entfernung.
Die Menschen hungern nach etwas, das sie nicht sehen und nicht haben können. Künstler geben es ihnen zu einem verhältnismäßig niedrigen Preis. Es ist das Eintrittsgeld in eine andere Welt. Doch wenn die Flucht gelingt, wirklich gelingt, bezahlt das Publikum später mit unstillbarer Sehnsucht und unter umständen einem von Grund auf veränderten Leben.

Künstler und ihr Publikum teilen ein Lebensgefühl

So wird die Flucht manchmal zu einem Weg und ein Buch, ein Film, ein Bild, ein Stück Musik zu einem Wegweiser. Aus Gedanken entstehen Handlungen und für einen Moment ist Kunst nicht Fiktion, sondern magische Wirklichkeit.
Kunst öffnet Türen: mit dem Schlüssel des Geistes und dem Schlüssel des Herzens. Sie ist manchmal im Schweren beheimatet und ein andermal schwebt sie leicht durch die Lüfte. Ein einziges Bild kann tausend Augen öffnen, ein einziges Buch tausend Herzen entflammen. Was als Flucht aus der eigenen Realität beginnt, wird möglicherweise zu einer neuen Heimat.
Plötzlich teilen Künstler und ihr Publikum ein Lebensgefühl und ihre Flucht endet mit einem Verstehen, einem Ankommen. Das ist der Augenblick, in dem Kunst nicht nur die Welt beschreibt, sondern die Welt ist.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Wir biegen uns die Welt zurecht

Pixabay / Pexels

Kunst ist nicht das Abbild des wirklichen Lebens. Obwohl sie unsere Gedanken und Vorstellungen widerspiegelt, ist sie doch ein Konstrukt oft überbordender Fantasie, die Verknüpfungen herstellt, die real nicht oder noch nicht möglich sind. Die weitestgehenden Beispiele sind Fantasie und Science Fiction. Doch auch in wirklichkeitsnahen Büchern, Filmen oder Bildern werden Tatsachen durch Stilisierungen ersetzt. Kunst erschafft eine eigene Welt, die sich bestenfalls an das, was wir die Welt nennen, anlehnt.
Wir biegen uns die Welt mit Kunst zurecht. Die Guten sind gut und die Bösen böse - doch meist ist jeder gerade noch sympathisch genug, dass sich das Publikum mit allen Figuren identifizieren kann. Denn Kunst erschafft eine idealtypische Welt. Sonst würden die ausgedachten Geschichten auch nicht funktionieren. Gerade im Theaterbereich gab es deshalb immer wieder Experimente, um dem Publikum deutlich zu machen, dass es nur einem Stück beiwohnt und keiner wahren Geschichte. Doch es stellte sich heraus, dass die Zuschauer abtauchen möchten in eine andere Welt, um ihrem Alltag zu entfliehen. Kunst ist eben auch Flucht.

Kunst ist nicht zweckfrei

Vor allem ist aber Kunst auch ein Zaubertrick, pure Magie. Manchmal hebt sich allerdings der Vorhang für einen kurzen Moment und lässt das Publikum den Trick erkennen. Etwa, wenn die Schneeflocken auf dem Hut einer Figur im Film nicht schmelzen, auch wenn er ein warmes Zimmer betritt. Oder wenn sich ein Schauspieler auf der Bühne verspricht. Auch Rechtschreibfehler in einem Roman können Leser vollkommen aus dem Konzept bringen.
Doch grundsätzlich ist das Konzept des Idealtypischen richtig für das Konstrukt Kunst. In einer künstlichen Welt sind die Regeln eben andere und der Blick von Künstler und Publikum wie mit einer Lupe. Wir sehen genauer hin, erkennen mehr, weil wir Außenstehende sind. Kunst holt das Leben für uns ganz nah heran - und das leistet sie nur, weil sie sich auf das Wesentliche beschränkt. Nur, was zur Handlung beiträgt, wird beschrieben. Das Leben findet in der Kunst zwar nicht auf geraden, aber zumindest auf überschaubaren Wegen statt, mit einer begrenzten Anzahl von Möglichkeiten. Deshalb müssen diese Möglichkeiten vom Künstler idealtypisch ausgewählt werden. Die Landschaft auf einem Gemälde ist vielleicht nicht so, wie wir sie sehen würden, aber sie ist schön und beeindruckt uns. Sie regt zum Betrachten und Nachdenken an. Kunst ist nicht zweckfrei: sie will unterhalten und analysieren, aufrütteln und deutlich machen. Sie stößt uns mit der Nase auf Gegebenheiten, die wir vielleicht in unserem eigenen Leben wieder erkennen. Dann sind wir darauf vorbereitet, dass die Wirklichkeit nicht idealtypisch ist - aber sich manchmal auch zurechtbiegen lässt.